Veranstaltungen
Veranstaltungen Oktober 2007
Weltpoliotag 2007*
Deutschland | 33602 Bielefeld | 27.10.2007 | 10:30 - 16:30 Uhr
Thema: Information
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Am 27. Oktober 2007 fand aus Anlass des Weltpoliotages unsere Sonderveranstaltung im Rathaus Bielefeld statt.
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Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Frau Angelika Gemkow , der Beauftragten der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen.
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Weltpoliotag am 28. Oktober 2007
In Erinnerung an Professor Jonas Salk fand am 27. Oktober 2007 von 10.30 bis 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Neuen Rathauses in Bielefeld, Niederwall 23, eine Sonderveranstaltung zum Weltpoliotag unter Schirmherrschaft von Frau Angelika Gemkow, der Beauftragten der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen, statt.
Professor Salk, geb. am 28. Oktober 1914 in New York, entwickelte einen wirksamen Impfstoff gegen die Kinderlähmung. Zum Weltpoliotag sollte diese Veranstaltung auf die Gefahren und Folgen der Kinderlähmung aufmerksam machen, Einblick geben in Behandlungsformen des weit weniger bekannten Krankheitsbildes, dem Post-Polio-Syndrom (PPS), der so genannten „postpoliomyelitischen progressiven spinalen Muskelatrophie" sowie eine bio-psycho-soziale Sicht der Erkrankung ermöglichen. Sie wendete sich an die interessierte Öffentlichkeit, Poliobetroffene, Physiotherapeuten und Mediziner.
Ca. 60 Prozent der Menschen, die in ihrer Kindheit an Poliomyelitis erkrankten, müssen nach einem stabilen Intervall von oft mehreren Jahrzehnten plötzlich mit neuen Symptomen rechnen. Es handelt sich hierbei nicht um ein spezifisches Krankheitsbild. Das PPS kann von leichter Muskelschwäche bis zu starken Nervenschmerzen, progressivem Muskelschwund und Bewegungsstörungen reichen, oft in Bereichen mit zurückgebliebenen Lähmungen. Zudem leiden Betroffene oft unter Müdigkeit und Erschöpfung.
Neuere Schätzungen rechnen in Deutschland gegenwärtig noch mit einer PPS- Häufigkeit von insgesamt 558.000 bis 1.105.000 Fällen. Angesichts dieser Größenordnung scheint es unfassbar, dass die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zurückgeht. Die Schutzimpfung ist der einzige Schutz vor der Virusinfektion „Poliomyelitis" und den Spätfolgen der Kinderlähmung, dem Post-Polio-Syndrom. Gerade wieder in jüngerer Zeit mehren sich die Meldungen über erneute Ausbrüche dieser Erkrankung an verschiedenen Punkten dieser Welt. Nur eine ausreichende Durchimpfungsrate kann uns in Deutschland auch in Zukunft vor erneuten Polioepidemien schützen.
Programm:
10.30 Uhr Eröffnung
Karola Rengis, Bundesvorsitzende der POLIO Selbsthilfe e.V.
10.40 Uhr Begrüßung
Angelika Gemkow, Behindertenbeauftragte des Landes NRW
11.00 Uhr "Anästhesiologische Aspekte bei Poliomyelitis"
Dr. med. Götz Skudelny, Klinik für Anästhesiologie (AINS), Evang. Krankenhaus Bielefeld
12.30 Uhr Pause / Imbiss
13.00 Uhr "Polio und Post-Polio-Syndrom, Folgen für Identität und Lebensstil der Patienten. Eine bio-psycho-soziale Sicht der Erkrankung"
Dr. Harald Stübs, Dipl.-Psychologe, Asklepios-Weserbergland-Klinik, Höxter
15.00 Uhr Diskussion / Fragen
15.30 Uhr bunter Nachmittag - Ende offen
Eine rechtzeitige Anmeldung bei der Geschäfts-und Beratungsstelle der POLIO Selbsthilfe ist erforderlich!
