Veranstaltungen
Veranstaltungen Mai 2008
1. Poliotag im Ruhrgebiet*
Deutschland | Recklinghausen | 31.05.2008 | 10:30 - 16:00 Uhr
Thema: Information
Sonderveranstaltung der POLIO Selbsthilfe e.V., Landesverband NRW, unter der Schirmherrschaft der Behindertenbeauftragten der Landesregierung NRW, Frau Angelika Gemkow.
1. Poliotag im Ruhrgebiet am 31. Mai 2008
Am 31. Mai 2008 findet von 10.30 bis 16.00 Uhr im Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen, Dorstener Str. 151, 45657 Recklinghausen, eine Polio-Sonderveranstaltung statt.
Die Veranstaltung soll auf die Gefahren und Folgen der Kinderlähmung aufmerksam machen und sich umfassend der Therapie- und den Behandlungsformen des weit weniger bekannten Krankheitsbildes, dem Post-Polio-Syndrom (PPS), der so genannten „postpoliomyelitischen progressiven spinalen Muskelatrophie" widmen. Sie wendet sich an die interessierte Öffentlichkeit, Poliobetroffene, Physiotherapeuten und Mediziner (Die Veranstaltung wurde von der zuständigen Ärztekammer als ärztliche Fortbildung mit 5 Punkten in der Kategorie A bewertet).
Die Kinderlähmung ist heute eine fast vergessene Krankheit!
2002 wurde Europa für poliofrei erklärt. Jedoch müssen ca. sechzig Prozent der Menschen, die in ihrer Kindheit an Poliomyelitis erkrankten, nach einem stabilen Intervall von oft mehreren Jahrzehnten plötzlich mit neuen Symptomen rechnen. Es handelt sich hierbei nicht um ein spezifisches Krankheitsbild. Das PPS kann von leichter Muskelschwäche bis zu starken Nervenschmerzen, progressivem Muskelschwund und Bewegungsstörungen reichen, oft in Bereichen mit zurückgebliebenen Lähmungen. Zudem leiden Betroffene oft unter Müdigkeit und Erschöpfung.
Neuere Schätzungen rechnen in Deutschland gegenwärtig noch mit einer PPS- Häufigkeit von insgesamt 558.000 bis 1.105.000 Fällen.
Angesichts dieser Größenordnung scheint es unfassbar, dass die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zurückgeht. Die Schutzimpfung ist der einzige Schutz vor der Virusinfektion „Poliomyelitis" und den Spätfolgen der Kinderlähmung, dem Post-Polio-Syndrom. Gerade wieder in jüngerer Zeit mehren sich die Meldungen über erneute Ausbrüche dieser Erkrankung an verschiedenen Punkten dieser Welt. Nur eine ausreichende Durchimpfungsrate kann uns in Deutschland auch in Zukunft vor erneuten Polioepidemien schützen.
Programm:
- 10.30 Uhr Eröffnung
Karola Rengis, Bundesvorsitzende der POLIO Selbsthilfe e.V.,
- 10.35 Uhr Grußworte
Angelika Gemkow, Behindertenbeauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen,
- 10.40 Uhr Grußworte
Ferdinand Zerbst, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Recklinghausen,
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- 10.50 Uhr Grußworte
Prof. Dr. med. Helmut Buchner, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen,
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- 11.00 Uhr "Das Post-Polio-Syndrom"- Ursache und Verlauf,
Dr. med. Carsten Schröter, Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Rehaklinik "Hoher Meißner", Bad Sooden-Allendorf,
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- 11.45 Uhr Fragen / Diskussion
- 12.00 Uhr "Das Post-Polio-Syndrom" - Therapie und Rehabilitation
Dr. med. Carsten Schröter,
- 12.45 Uhr Fragen / Diskussion
- 13.00 Uhr Pause / Imbiss
- 13.30 Uhr "Wie helfe ich mir selbst - Workshop mit Übungen für Polio-Betroffene zum Selbermachen oder mit Partner",
Anja Deppe und Ida Stricker ,Physiotherapeutinnen der Rehaklinik „Hoher Meißner",[
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- 14.30 Uhr Fragen / Diskussion
- 14.45 Uhr „Polio und Post-Polio-Syndrom. Folgen für Identität und Lebensstil der Patienten." Eine bio-psycho-soziale Sicht der Erkrankung.
Referent: Dr. Harald Stübs, Dipl.-Psychologe, Asklepios Weserberglandklinik, Höxter,
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- 15.30 Uhr Fragen / Diskussion
- 15.45 Uhr Resümee
"Die Veranstaltung bietet genügend Raum für Diskussion und vertiefende Fragestellungen und wurde als Ärztliche Fortbildung von der Landesärztekammer Westfalen-Lippe mit 5 Punkten in der Kategorie A bewertet.
Eine rechtzeitige Anmeldung bei der Geschäftsstelle des Bundesverbandes der Polio-Selbsthilfe e.V. ist erforderlich!"
